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4-Tages-Bergtour in den Engadiner Dolomiten

Über ein verlängertes Wochenende vom 19.07. bis 22.07.2019 konnten wir (11 Mitglieder der Sektion Roth und ein Gast von der Sektion Reutlingen) bei meist sonnigem Wetter 4 erlebnisreiche Tage mit Wanderleiter Hans-Karl Tuch in den Engadiner Dolomiten im 3-Länder-Eck Schweiz-Österreich-Italien verbringen.   Nach der Anfahrt mit den Pkw´s nach Scuol im Unterengadin starteten wir bereits gegen 11 Uhr von dem etwas oberhalb von Scuol gelegenen Parkplatz San Jon den Aufstieg zu der 2.500 m hoch auf einem Felskopf gelegenen Lischana-Hütte. Bei dem steilen Anstieg mit unzähligen Kehren und unserem Gepäck auf dem Rücken kamen wir zwar ordentlich ins Schwitzen, aber wir wurden auch immer wieder mit tollen Ausblicken ins Tal nach Scuol sowie in die Berge und das Skigebiet nördlich von Scuol belohnt. Von der vom Schweizer Alpenverein, Sektion Unterengadin, betriebenen Hütte hatten wir dann auch einen Ausblick bis in die Silvretta mit dem Piz Buin. Den Tag konnten wir dort in aller Ruhe ausklingen lassen bei Sonnenschein und guten Gesprächen; für das leibliche Wohl war bestens gesorgt mit Schweinebraten, Rotkohl und Kartoffelbrei.    Nach einer mehr oder weniger geruhsamen Nacht im Lager und einem sehr ordentlichen Frühstück versammelte uns unser Wanderleiter bereits gegen 8 Uhr vor der Hütte zum „Abmarsch“. Der Anstieg führte uns zunächst weiter hoch bis auf die Fuorcla da Rims, einem auf 2.940 m gelegenen Hochplateau, mit weiteren tollen Ausblicken nach Osten und nach Süden bis zum Ortler. Immer wieder waren ausgedehnte Schneefelder zu queren, der Weg führte aber auch an wunderschönen Bergseen vorbei mit tiefblauem und türkisfarbenem Wasser. Einige „Unerschrockene“ wagten sich sogar ins eiskalte Wasser!  Nach fast 7 Stunden erreichten wir schließlich die vom Alpenverein Südtirol betriebene und 2.250 m hoch gelegene Sesvenna-Hütte, unser Quartier für die nächsten 2 Nächte. Die Hütte werden wir auch alle in guter Erinnerung behalten: Freundliche Wirtsleute, eine Runde Schnaps zur Begrüßung und eine weitere Runde zum Abschied, Sonnenschein und Sonnenliegen sowie eine schöne Terrasse, kulinarische Köstlichkeiten mit einem sensationellen 4-Gänge-Menü am Abend (z.B. Zucchini-Cremesuppe, knackige Salate vom Buffet, Perlhuhnbrust an Knoblauch-Spaghetti und Tiramisu). Die Nächte waren erstaunlich erholsam, obwohl die ganze Gruppe in einem Lager – mit eigenem Bad – untergebracht war.  Der 3. Tag stand praktisch zur freien Verfügung. Während ein Mitglied einen Ruhetag auf der Hütte einlegte und 2 aus unserer Gruppe die Uina-Schlucht erkundeten, begab sich der Rest unserer Gruppe mit Wanderleiter Hans auf eine Gipfeltour zum 2.941 m hoch gelegenen Piz Rassas. Der Aufstieg war für uns alle problemlos zu bewältigen und auch einige ausgesetzte Stellen im Gipfelbereich waren schnell überwunden, sodass wir auf einen grandiosen Rundblick hoffen durften. Leider zeigte sich das Wetter jetzt aber von seiner unberechenbaren und tückischen Seite, denn es zogen rasch Wolken auf, die uns auf dem Gipfel einhüllten. Nach einer kurzen Gipfelrast traten wir daher wieder den Abstieg an, wobei wir allerdings eine wenig begangene Variante wählten über die Vernungspitzen, um den Abstieg noch etwas interessanter zu gestalten.   Am 4. Und letzten Tag unserer Bergtour war wieder ein früher Aufbruch angesagt. Zunächst führte uns der Anstieg von der Hütte auf die Fuorcla Sesvenna bis in eine Höhe von 2.820 m mit der Landesgrenze von Italien in die Schweiz und neuen tollen Ausblicken, u.a. auf den Piz Sesvenna mit seinem Gletscher. Es folgte ein langer Abstieg über den Nationalpark-Panoramaweg, teilweise auch recht steil im Geröll, erneut mit einer Bademöglichkeit in einem Gebirgsbach, von der wiederum ein Teil unserer Gruppe Gebrauch machte. Der Abstieg endete schließlich planmäßig nach ca. 6 Stunden in S-charl, einem kleinen Schweizer Bergdorf, von wo uns der Bus nach einer kurzen Einkehr zurückbrachte zu unserem Parkplatz in San Jon.  Was bleibt schließlich noch in Erinnerung? – Steinböcke und pfeifende Murmeltiere, vielfältige Blumen am Wegesrand, eine perfekte Organisation und Durchführung dieser Bergtour, eine homogene Gruppe und das Ganze ohne Ausfälle, abgesehen von ein paar Bergschuhen, von denen sich die Sohlen lösten, aber fachgerecht bandagiert dann doch durchhielten bis Scharl.  

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