36 Grad und es geht noch heißer 🎶
....wer kennt ihn nicht, diesen Ohrwurm aus den frühen 2000ern. Und eine schon fast perfekte Überschrift...
...denn es war das heißeste Wochenende des Sommers. Landkreislauf abgesagt, Sommerfeste verlegt; wir sind, wie geplant gestartet, die meisten von uns mit dem Zug - Ziel: Maurach am Achensee, bei Ankunft 29 Grad im Schatten.
Trinkflaschen randvoll, so gut geschützt (durch Stoff und Sonnencreme), wie es eben geht, machen wir uns an den Aufstieg zur Erfurter Hütte. Tag 1 kennt nur bergauf, die Sonne keine Gnade und trotzdem funktioniert alles prima. Wir suchen den Schatten, machen reichlich Trinkpausen und vor allem, wir sind vorbereitet. Trotzdem dankbar, als die Hütte auftaucht. Kühle Getränke und die wohlverdiente Dusche bringen uns wieder auf Normaltemperatur. Die angenehme Atmosphäre tut ein übriges dazu. Nicht gerade "basic" unsere Übernachtungsstätte und so ist Erholung fast garantiert.
Zudem startet Tag 2 mit üppigem Frühstücksbuffet und zeitig machen wir uns auf den Weg zur Bayreuther Hütte. Stetiges Auf und Ab, bei durchaus anspruchsvoller Wegführung, verlangt Trittsicherheit und Konzentration. Trotzdem bleibt genug Zeit und Möglichkeit, das herrliche Panorama, auf dem meist südwärts ausgerichteten Weg zu genießen. Nun, südwärts heißt wieder Sonne, die Temperaturen, aufgrund der Höhe, ein Stück weit erträglicher. Hitzeprobleme lösen wir mit gegenseitiger Unterstützung. Es gelingt über ein Angebot aus der Sektion Bayreuth sogar, einen Transport -am Folgtag- ins Tal, für diejenigen, denen es besonders zusetzt, zu organisieren. Alle erreichen die Bayreuther Hütte und auch dort wecken Speis und Trank die Lebensgeister. Hausmusik gibt's unerwartet obendrauf, die fehlende Dusche wird kompensiert.
Sonntags dann die Königsetappe, lang, hart und mit einer Reihe seilversicherter Passagen. Der Weg fordert uns, aber auch da gilt: Zusammen geht mehr und in der Pause auf dem Hochplateau des Rofangebirges, gibt es bereits erste Heldengeschichten zu erzählen. Wir wandern weiter, traumhafte Ausblicke, wunderschöne Wege sind auch Lohn der Mühe. Die Tour hat es in sich und so trennt sich die Gruppe - fast hälftig. Das Ziel ist natürlich gleich, die Dalfazalm. Um sie zu erreichen, gibt es Varianten. Allerdings, auch die Gipfelgruppe entscheidet vor einem weiteren harten Anstieg, umzudrehen und über den Variantenweg das Ziel zu erreichen. Am Berg ist derartiges Handeln nicht selten die gute Alternative. Der Weg wird länger, aber wie immer gilt: safety first. Bis zum Abendgewitter sind wir alle wohlbehalten angekommen und an diesem Tag genießen wir -ganz hütten-untypisch- große Kochkunst. Wer dies liest und die Alm nicht kennt, klare Empfehlung!
Am Tag danach, die Herausforderung "Abstieg". Immer den Blick Richtung Achensee, leiten uns viele Serpentinen auf schmalem Pfad ins Tal. Der Dalfazer Wasserfall ein weitere optischer Leckerbissen dieser insgesamt enorm aussichtsreichen Tour. Gegen Mittag geht es heimwärts. 14 "Bergsteiger", ein wenig geschafft und mit bleibenden Erinnerungen im Gepäck. Von unserem Austausch dazu, hatten dann auch anderen Zugreisende etwas.
😉
Auf ein Neues in 2027!



























